Update 16.10.2014: Zu diesem Thema ist eine aktuelle Studie des Fraunhofer IAO erschienen.
Die systematische Optimierung von Abläufen im Unternehmen (Geschäftsprozessmanagement / GPM bzw. Business Process Management / BPM) ist ein wichtiges Thema für Unternehmen und wird dies auch zukünftig bleiben. Nach meiner Erfahrung ist es jedoch in vielen Unternehmen so, dass nicht alle Beteiligten (neudeutsch auch Stakeholders genannt) in die Definition, Modellierung und Ausführung der Prozesse adäquat eingebunden sind. Oftmals werden daher die definieren Prozesse nicht gelebt bzw. sind suboptimal gestaltet.
Es sollte daher versucht werden, möglichst alle relevanten Beteiligten in die Definition, Modellierung aber auch Ausführung der Prozesse zu integrieren, um eine möglichst hohe Akzeptanz und möglichst optimale und „gern gelebte“ Prozesse zu erhalten. Mögliche Ansätze hierfür findet man auch in anderen Bereichen der IT, wie z.B. im Web 2.0, in sozialen Netzwerken und in Werkzeugen zur Online-Zusammenarbeit (Online Collaboration):
- Kollaborative Modellierung von Prozessen
- Kommentierung von Prozessen zur Entwurfszeit
- Einspeisung von Tasks / Erinnerungen in Social Networks
- Kommentierung und Feedback zur Prozess-Ausführungszeit
- …
Eine Reihe von Tool-Anbietern, wie z.B. IBM, die Software AG, MID oder Signavio haben bereits einen Teil dieser Features in ihre BPM-Produkte integriert … es bleibt abzuwarten, wie sich dieses Thema weiterentwickelt und wie es die Anwenderunternehmen aufnehmen.
Update: Das Fraunhofer IAO bereitet aktuell eine Studie mit diesem Themenschwerpunkt vor.
