Deutsche Börse Cloud Exchange – Cloud-Ressourcen flexibel handeln

Ein wesentliches Potenzial des Cloud-Konzeptes ist das Versprechen der gesteigerten Flexibilität. Dienste und Ressourcen können flexibel bei Bedarf genutzt werden und müssen nicht, z.B. in Form eines eigenen kostspieligen Rechenzentrums, selbst vorgehalten werden.

Einen Schritt weiter geht nun die Deutsche Börse AG. Mit ihrer Plattform Cloud Exchange werden Anbieter und Nutzer von Cloud Ressourcen über einen Marktplatz, der analog zu einem traditionellen Börsenhandelsplatz gestaltet ist, zusammen gebracht (siehe auch ein früherer Artikel).

Gehandelt werden i.W. Ressourcen-Pools, bestehend aus Rechenkapazität, Hauptspeicher und Plattenspeicher, die nach einem Kauf (Settlement) durch die Nutzer über eine Management-Plattform von Zimory, die offene Schnittstellen bietet, genutzt werden kann, z.B. indem man darauf virtuelle Maschinen startet, die die genannten Ressouren nutzen.

Aktuell ist das System mit ersten Anbietern und Nutzern in einer Beta-Phase, für die man sich aktuell noch einschreiben und sich somit frühzeitig an dieser spannenden Entwicklung beteiligen kann.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten der DB Cloud Exchange.

Deutsche Börse Cloud Exchange - Cloud Ressourcen flexibel handeln
Deutsche Börse Cloud Exchange – Cloud-Ressourcen flexibel handeln

Oliver Höß

Future Business Clouds – Positionspapier von acatech zum Cloud-Computing in Deutschland

Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) hat in Zusammenarbeit mit dem OFFIS-Institut der Uni Oldenburg  im März 2014 ein Positionspapier „Future Business Clouds – Cloud Computing am Standort Deutschland“ herausgebracht, in dem Thesen und Handlungsempfehlungen für dieses Wichtige Thema mit Fokus auf Deutschland formuliert werden.

Aus meiner Sicht ein wichtiges Dokument, insbesondere für diejenigen, die sich mit dem Thema Cloud aus Forschungssicht beschäftigen.

Prinzipiell gehe ich mit diesem Dokument konform, eine Anmerkung möchte ich mir dennoch erlauben. Es geht um die im Dokument mehrfach erwähnte Analogie, dass IT-Leistungen „ähnlich wie Wasser und Strom“ zu beziehen sind. Dies ist zwar eine nette Zielvorstellung, vereinfacht die Realistät jedoch m.E. ein wenig zu stark.

Bei Strom ist es irrelevant, von welchem Anbieter er ist und ich kann den Anbieter häufig wechseln, um z.B. Kostenvorteile zu realisieren. Bei einem Wechsel eines IT/Cloud-Anbieters werden dabei i.d.R. immer erhebliche Migrationsaufwände anfallen. Bei Wasser kann ich sogar die Produkte von mehreren Anbietern in einem „Behälter“ mischen … das ist bei IT/Cloud-Diensten auch nicht so einfach möglich (siehe ein früherer Artikel zum Thema Integration von Cloud-Diensten). Dass auch der Handel von IT/Cloud-Leistungen nicht so einfach ist, wie der Handel mit fungiblen Gütern, wurde ebenfalls in enem früheren Artikel zur Cloud-Börse DB Cloud Exchange dargestellt (diese ist lt. Webseite nun in einem Beta-Trial).

Hier gibt es also noch eine Vielzahl von Herausforderungen zu bewältigen, was ja auch durchaus der Gesamtaussage des Positionspapiers entspricht …

Future Business Clouds - Positionspapier von acatech
Future Business Clouds – Positionspapier von acatech

Oliver Höß