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Unternehmen, insbesondere im Mittelstand, benötigen kompetente Partner, um die Herausforderungen der Digitalen Transformation zu bewältigen und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Ich hatte Gelegenheit, mit Mirko Irion, Geschäftsführer der proQrent GmbH, ein Interview zu führen, in dem dieses Themenfeld beleuchtet wird (siehe unten).
Innovative Trends: Herr Irion, erzählen Sie uns bitte etwas über die Entwicklung der proQrent GmbH.
Mirko Irion: Die proQrent GmbH wurde 1997 mit einem klaren Ziel gegründet: Wir wollten Unternehmen professionelle Softwareentwickler als Dienstleistung zur Verfügung stellen. Anfangs waren wir ein kleines Team, das sich schnell einen Namen gemacht hat, weil wir nicht einfach „Personal auf Zeit“ geliefert haben, sondern echte Problemlöser mit hoher technologischer Kompetenz. Der Fokus lag auf Dienstleistungen – also Experten, die beim Kunden mitarbeiten, sich in bestehende Strukturen integrieren und konkrete Projekte vor Ort umsetzen.
Parallel dazu hat sich in den letzten Jahren ein zweiter, völlig eigenständiger Bereich entwickelt: die Entwicklung individueller Softwarelösungen für unsere Kunden. Diese Form von Projektarbeit ist heute ein ebenso tragender Pfeiler unserer Arbeit wie der Dienstleistungsbereich – und wird künftig weiter ausgebaut.
Innovative Trends: Was unterscheidet diese beiden Geschäftsbereiche?
Mirko Irion: Beim Dienstleistungsgeschäft agieren wir im Auftrag – unsere Entwickler und Architekten sind direkt in Kundenprojekte integriert. Beim individuellen Softwaregeschäft agieren wir als Lösungsanbieter: Wir analysieren Prozesse, entwickeln maßgeschneiderte Software-Lösungen, liefern fertige Systeme. Der Unterschied liegt in der Verantwortungstiefe – und in der strategischen Rolle, die wir übernehmen. Und genau dort sehen wir unsere Zukunft: als verlängerte IT-Entwicklungsabteilung unserer Kunden.
Innovative Trends: Was ist die Bedeutung hinter dem Namen „proQrent“?
Mirko Irion: Der Name ist ein Kunstbegriff mit klarer Symbolik:
- Pro steht für unsere Haltung: lösungsorientiert, zukunftsgerichtet, unterstützend.
- Q steht für Qualität – unser zentraler Maßstab, intern wie extern.
- Rent verweist auf das Prinzip: Unsere Leistung ist mietbar. Wir bieten Know-how auf Zeit, nicht bloß Lizenzen oder Tools.
Zusammen steht proQrent für ein Unternehmen, das hochwertige, skalierbare IT-Kompetenz bereitstellt – auf Abruf, aber mit voller Verantwortung.
Innovative Trends: Welche Herausforderungen sehen Sie bei mittelständischen Unternehmen?
Mirko Irion: Viele Mittelständler stehen vor einem Dilemma: Standardsoftware ist oft überdimensioniert, teuer und unflexibel. Gleichzeitig sind ihre eigenen Prozesse historisch gewachsen, individuell und teilweise sehr speziell. Die Lösung müsste eigentlich individuell sein – doch das galt lange als zu teuer. Heute ist das anders: Durch moderne Technologien und den gezielten Einsatz von KI ist Individualsoftware wirtschaftlich geworden. Sie ist kein Luxus mehr, sondern häufig sogar günstiger über die Lebensdauer – insbesondere wenn man Prozesseffizienz, Benutzerfreundlichkeit und Änderungsaufwände berücksichtigt.
Innovative Trends: Sie sprechen KI an – wie setzen Sie diese in Ihren Projekten ein?
Mirko Irion: Künstliche Intelligenz ist für uns ein Effizienzhebel. Sie ersetzt keinen Menschen, aber sie entlastet, strukturiert und beschleunigt. Und zwar konkret:
- Bei der Anforderungsanalyse, indem Gesprächsinhalte strukturiert aufbereitet werden.
- In der Systemarchitektur, wo Varianten KI-gestützt simuliert und bewertet werden können.
- Beim Entwurf von Standardkomponenten, wo wir durch Templates und KI-Assistenz Entwicklungszeit sparen.
- Und in der Test- und Qualitätssicherung, etwa durch automatische Testgenerierung oder intelligente Codeanalyse.
Wichtig ist: KI muss eingebettet sein – in ein solides, erfahrungsbasiertes Entwicklungsumfeld. Dann wirkt sie. Und das ist bei uns der Fall.
„Wir entwickeln Systeme mit und für Menschen – nicht gegen sie.“
Innovative Trends: Herr Irion, wie gelingt es Ihnen, wirklich passgenaue Lösungen für Ihre Kunden zu entwickeln?
Mirko Irion: Wir starten immer bei der Individualität des Kunden. Das bedeutet: Wir entwickeln nicht ins Blaue hinein, sondern gehen in die Prozesse hinein und suchen die Engpässe deren Auflösung den größten Nutzen für unseren Kunden ermöglichen. Unsere Mitarbeitenden sprechen mit den Anwendern, beobachten Arbeitsabläufe, analysieren Wechselwirkungen und dokumentieren, was wirklich passiert – nicht nur das, was theoretisch im Lastenheft steht.
Dieses Vorgehen nennen wir “Maß nehmen vor dem Schneidern“ – erst wenn wir verstanden haben, was gebraucht wird, beginnt die eigentliche Lösungsgestaltung. Oft zeigen sich dabei Optimierungspotenziale, die dem Kunden vorher gar nicht bewusst waren.
Danach entwickeln wir einen ersten funktionsfähigen Prototypen, der möglichst schnell nutzbar ist. Die Nutzer arbeiten frühzeitig damit und können Rückmeldung geben – so erkennen wir schnell, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Dieses iterative Vorgehen spart nicht nur Zeit und Geld, sondern verhindert auch die typischen Fehlentwicklungen in Richtung falscher Anforderungen.
Innovative Trends: Haben Sie ein konkretes Projekt, an dem man diese Herangehensweise besonders gut zeigen kann?
Mirko Irion: Ja – die Zusammenarbeit mit der Karaima GmbH aus Kamen ist ein Paradebeispiel. Karaima produziert und vertreibt Reinigungsmaschinen im B2B-Segment – mit einer komplexen, teils gewachsenen IT-Landschaft, sehr spezifischen Kundenprozessen und einem hohen Anspruch an Individualisierung.
Wir haben dort verschiedene Projekte umgesetzt – u. a. im Bereich Angebots- und Auftragsprozesse, Konfiguration von Produkten und Schnittstellenintegration zu bestehenden Systemen. Der besondere Reiz: Es ging nicht nur um Technik, sondern um Kulturwandel. Digitalisierung ist dort nicht nur ein technisches, sondern ein strategisches Thema.
Wir arbeiten mit Karaima stehts auf Augenhöhe – nicht als externer Anbieter, sondern als Teil des Teams. Der Austausch war und ist immer kollegial, die Abstimmungen eng und wir verfolgen gemeinsame Ziele. Und genau das macht den Unterschied: Wir liefern nicht ab. Wir arbeiten mit.
Innovative Trends: Welche Technologien kamen dabei zum Einsatz?
Mirko Irion: Wir haben mit einem Mix aus modernen Webtechnologien gearbeitet – darunter React für das Frontend, eine modulare Backend-Architektur mit Node.js und Express, sowie verschiedene APIs zur Integration in Drittsysteme. Für Datenhaltung kamen relationale Datenbanken wie PostgreSQL zum Einsatz, teilweise ergänzt durch NoSQL-Komponenten für flexible Strukturen.
Wichtig war hier vor allem: Skalierbarkeit. Die Lösung musste mit dem Unternehmen wachsen können – nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch. Deshalb haben wir ein System aufgebaut, das modular, erweiterbar und zugleich stabil ist.
Gleichzeitig haben wir auf Testautomatisierung und Qualitätssicherung gesetzt – KI-gestützt. Das hat die Entwicklung beschleunigt und die Wartbarkeit verbessert.
Innovative Trends: Und wie wird sich das Geschäftsfeld individuelle Softwarelösungen weiterentwickeln?
Mirko Irion: Dieser Bereich ist für uns strategisch enorm wichtig. Wir sehen einen klaren Trend: Unternehmen erkennen zunehmend, dass Standardsoftware oft nicht zu ihrer DNA passt. Sie brauchen Lösungen, die ihnen nicht nur helfen, heute besser zu arbeiten, sondern auch zukünftig flexibel bleiben.
Gerade mit dem Vormarsch von KI und Automatisierung eröffnen sich neue Chancen: Wir können Lösungen heute schneller, günstiger und intelligenter entwickeln als je zuvor. Gleichzeitig erwarten unsere Kunden Begleitung, keine Abwicklung. Deshalb wird unser Fokus weiter auf individueller Projektarbeit liegen – partnerschaftlich, technologieoffen und tief integriert in die Kundenorganisation.
„Gute Software erkennt man daran, dass Menschen gern damit arbeiten.“
Innovative Trends: Was unterscheidet proQrent von anderen Anbietern individueller Softwarelösungen?
Mirko Irion: Der größte Unterschied ist unser Selbstverständnis. Wir sehen uns nicht nur als externe Dienstleister, sondern als interne IT-Abteilung auf Zeit. Für viele Kunden sind wir keine Fremden, sondern Kollegen – Teil des Teams. Wir bringen uns ein, denken mit, tragen Verantwortung – und zwar bis zur letzten Zeile Code und darüber hinaus.
Dazu kommt unser 360°-Blick auf Lösungen: Wir betrachten jedes Projekt aus drei Perspektiven:
- Aus Sicht des Endnutzers – denn am Ende muss die Software dort funktionieren.
- Aus Sicht der Entwickler – denn nur ein sauberes, wartbares System kann überleben.
- Und aus Sicht des organisatorischen Umfelds – denn Systeme müssen sich in Unternehmen einfügen, nicht umgekehrt.
Dieses Denken führt automatisch zu besseren Ergebnissen – weil wir nicht nur Technologie liefern, sondern Verständnis und Struktur.
Und: Wir sind fair. Treibende Kraft ist nicht unsere eigene Margenoptimierung, sondern der Wunsch nach langfristigen, tragfähigen Beziehungen zu unseren Kunden. Wenig Stress, viel Wirkung. Das ist unser Maßstab, dann passt am Ende auch der Umsatz und der Langfristige Erfolg – und daran messen wir uns jeden Tag.
Innovative Trends: Wie sieht Ihre Vision für die Rolle von individueller Software und KI in den kommenden Jahren aus?
Mirko Irion: Ich bin überzeugt: Individuelle Software wird zum Standard – und Standardsoftware zum Sonderfall. Denn je mehr sich Märkte, Produkte und Unternehmen differenzieren, desto wichtiger wird es, dass auch die unterstützenden Systeme maßgeschneidert sind.
KI wird dabei eine zentrale Rolle spielen – als Beschleuniger, als Effizienztreiber, als kreativer Partner. Aber KI braucht Struktur, Rahmen, Ethik – und Menschen, die wissen, wie man mit ihr arbeitet. Das ist unsere Rolle: Wir machen aus KI und Software greifbare Lösungen, die echte Probleme lösen.
Gleichzeitig ist die Digitalisierung im Mittelstand längst nicht abgeschlossen. Es gibt viele Prozesse, die noch analog sind, viele Datensilos, viele Schnittstellenprobleme. Hier helfen wir – nicht mit Patentrezepten, sondern mit echter Begleitung und maßgeschneiderten Lösungen. Und dadurch entsteht bei unseren Kunden die Basis, auf der in Zukunft die KI eingesetzt werden kann. Denn ohne umfassende Digitalisierung greifen KI-Ansätze einfach nicht.
Wir wollen Unternehmen dazu befähigen, ihre digitale Identität selbst zu gestalten. Nicht abhängig von Plattformanbietern, sondern eigenständig, souverän, anpassbar. Und dabei steht bei uns immer der Mensch und die Sinnhaftigkeit im Mittelpunkt – nicht der Algorithmus.
Innovative Trends: Wenn Sie einem potenziellen Kunden nur eine Botschaft mitgeben dürften – wie würde sie lauten?
Mirko Irion: Reden Sie mit uns – nicht über Technik, sondern über das, was Sie erreichen wollen, und darüber was sich dazu ändern müsste. Wir übersetzen Ihre Ziele in Softwarelösungen, die funktioniert – und zu Ihnen passen. Und zwar nicht, weil wir alles besser wissen, sondern weil wir gemeinsam mit Ihnen ihre individuelle Lösung entwickeln, die technisch stark, wirtschaftlich erfolgreich und menschlich tragfähig ist.
Wenn man so arbeitet, entstehen keine IT-Projekte. Es entstehen gute Beziehungen – und Systeme, die wirklich was bewegen.
Innovative Trends: Toller Ansatz ! Wir bedanken uns für die Zeit und wünschen weiterhin viel Erfolg !
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von proQrent

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