OCI Ampere A1 Compute: Oracle macht Arm-Architektur in der Cloud verfügbar

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Ampere A1 Compute: Oracle macht Arm-Architektur in der Cloud verfügbar
Ampere A1 Compute: Oracle macht Arm-Architektur in der Cloud verfügbar

Am 25. Mai 2021 wurde im Rahmen einer Live-Session die Verfügbarkeit des Dienstes OCI Ampere A1 Compute in der Oracle Cloud Infrastructure (OCI) bekannt gegeben (siehe auch Pressemeldung).

Damit sind die Leistungs- und Sicherheitsvorteile der aus der Mobile-Welt bekannten Arm-Architektur jetzt auch in der Cloud verfügbar.

Da das Angebot auch im Rahmen des Always Free Tier verfügbar ist, habe ich es gleich mal kurz angetestet … siehe Video ganz unten.


Prozessoren auf Basis der Arm-Architektur sind auf Mobilgeräten (Smartphones, Tablets, …) weit verbreitet. Die Arm-Architektur ist im Gegensatz zur x86-Architektur nach dem RISC-Prinzip gestaltet (Reduced Instruction Set Computer).

In Rechenzentren und in der Cloud sind Arm-Prozessoren bisher eher weniger verbreitet. Mit dem neuen Angebot OCI Ampere A1 Compute hat jedoch Oracle in Kooperation mit Ampere Computing und Arm den Ampere Altra Prozessor (Arm-Neoverse Architektur) in der Cloud verfügbar gemacht.

Der Dienst kann als Bare Metal (160 Cores) oder flexibel als VM (1-80 OCPUs und 1-64 GB Memory per Core) genutzt werden und besticht u.a. durch ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis ($0.01 per OCPU-Hour) sowie durch die hohe Sicherheit und Skalierbarkeit der Arm-Architektur. Eine Anwendung ist daher besonders bei rechenintensiven Workloads (KI / ML, Videoencoding, Verschlüsselung, …) sinnvoll, bringt aber auch bei allgemeinen Workloads Vorteile. Der Dienst wird bereits von einer Reihe von Pilotkunden genutzt (siehe o.g. Pressemitteilung).

Im folgenden Video gibt es eine kurze Zusammenfassung durch Clay Magouyrk, Executive Vice President, Oracle Cloud Infrastructure (das vollständige Video gibt es hier).

Eine Compute- bzw. Prozessor-Plattform macht natürlich wenig Sinn ohne ein passendes Ökosystem, über das die notwendige Software zur Anwendungs­entwicklung (Betriebs­systeme, Container-Technologien, Entwicklungs­umgebungen (Sprachen, Frameworks, Tools), Datenbanken uvm.) bereit gestellt wird. Die gute Nachricht: hier gibt es bereits ein breites Angebot, das kontinuierlich wächst (siehe Abbildung).

Verfügbares Ökosystem (Quelle: Oracle)
Verfügbares Ökosystem (Quelle: Oracle)

Es gibt schon einige Performance-Tests, z.B. für NGINX oder x264-Video Encoding, aber da im Rahmen des Always Free Angebots der Oracle Cloud kostenfrei Ampere A1 VMs mit bis zu 4 OCPUs und 24 GByte RAM erzeugt werden können, habe ich selbst mal einen kleinen Praxistest gemacht.

Dabei wurden jeweils eine VM vom Typ AMD VM.Standard.E2.1.Micro () sowie vom Typ Ampere VM.Standard.A1.Flex (3.0 GHz Ampere Altra 80c)jeweils mit 1 OCPU und 1GB RAM – erzeugt. Darauf wurde ein kleines Java-Programm ausgeführt, das 100 Mio. mal eine kleine Floating-Point-Rechnung durchführt. Auf der Ampere VM war das Programm ca. 3 mal schneller. Der Test hat natürlich keinen Benchmark-Anspruch und der Ampere-Prozessor hat auch eine höhere Taktfrequenz (3 GHz vs. 2 GHz) … dennoch ein interessantes Ergebnis, das die Leistungsfähigkeit der Arm-Architektur zeigt (Details im Video unten, es sind natürlich Millisekunden).

Über das Arm Accelerator Programm gibt es übrigens die Möglichkeit, für Universitäten oder Open Source Entwickler zusätzliche Ressourcen zu erhalten.

Schauen wir mal, wie die Entwicklung in diesem Bereich weitergeht …

Weitere Informationen gibt es auf der Seite zu OCI Ampere A1 Compute oder in diesem Blogbeitrag

Oliver Höß




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