Digitale Agenda der Bundesregierung 2014 – 2017 veröffentlicht

Passend zum Wissenschaftsjahr 2014 unter dem Motto „Die digitale Gesellschaft“ hat heute die Bundesregierung, vertreten durch die Bundesminister für Wirtschaft und Energie, durch den Bundesminister des Innern und den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur heute ihre Digitale Agenda vorgestellt.

Ausgegangen wurde von den folgenden drei Kernzielen:

  • Stärkere Erschließung des Innovationspotenzials für weiteres Wachstum und Beschäftigung.
  • Unterstützung beim Aufbau flächendeckender Hochgeschwindigkeitsnetze und die Förderung digitaler Medienkompetenz für alle Generationen, zur Verbesserung des Zugangs und der Teilhabe.
  • Verbesserung der Sicherheit und den Schutz der IT-Systeme und Dienste, um Vertrauen und Sicherheit im Netz für Gesellschaft und Wirtschaft stärker zu gewährleisten.

Daraus abgeleitet wurden folgende 7 Handlungsfelder definiert:

  • Digitale Infrastrukturen
  • Digitale Wirtschaft und digitales Arbeiten
  • Innovativer Staat
  • Digitale Lebenswelten in der Gesellschaft
  • Bildung, Forschung, Wissenschaft, Kultur und Medien
  • Sicherheit, Schutz und Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft
  • Europäische und internationale Dimension der Digitalen Agenda

Weitere Details können auf der www.digitale-agenda.de abgerufen werden. Die wesentlichen Elemente sind auch als PDF-Dokument abrufbar.

Die nächsten Schritte zur Umsetzung werden sicherlich Thema das IT-Gipfels 2014 in Hamburg sein.

Bisher ist das Echo in den Medien eher gemischt bis negativ: siehe Netzpolitik.org

Positiv muss auf jeden Fall das schöne Kachel-Design der Webseite erwähnt werden 🙂

Digitale Agenda 2014 - 2017
Digitale Agenda 2014 – 2017

Oliver Höß

Smart Data – Wettbewerb des BMWi: Sieger-Projekte stehen fest

Die 13 erfolgreichen Projekte des Technologiewettbewerbs „Smart Data – Innovationen aus Daten“, über den bereits in einem früheren Beitrag berichtet wurde, stehen fest.

Den Sieger-Projekten stehen 30 Mio. € an Fördermitteln zur Verfügung, um in den kommenden Jahren in unterschiedlichen Branchen wegweisende Lösungen zum Thema Big Data / Smart Data zu entwickeln.

Folgende Projektvorschläge wurden für die Förderung ausgewählt (Konsortialführer in Klammern):

Industrie:

  • RO-OPT – Big Data Produktionsoptimierung in Smart Ecosystems (DSA Daten- und Systemtechnik GmbH)
  • SAKE – Semantische Analyse Komplexer Ereignisse (USU Software AG)
  • SIDAP – Skalierbares Integrationskonzept zur Datenaggregation, -analyse, -aufbereitung von großen Datenmengen in der Prozessindustrie (Bayer Technology Services GmbH)
  • Smart Data Web – Datenwertschöpfungsketten für industrielle Anwendungen (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI))

Mobilität:

  • ExCELL – Echtzeitanalyse und Crowdsourcing für eine selbstorganisierte City-Logistik (FELD M GmbH)
  • iTESA – intelligent Traveller Early Situation Awareness (travel-BA.Sys GmbH & Co. KG)
  • sd-kama – Smart Data-Katastrophenmanagement (geomer GmbH)
  • SD4M – Smart Data for Mobility (]init[ AG für digitale Kommunikation)

Energie:

  • SmartEnergyHub – Smart Data-Plattform für das prognose- und marktbasierte Energiemanagement von Infrastrukturbetreibern und Energieverbünden auf Basis von Sensordaten (Fichtner IT Consulting AG)
  • SmartRegio – SmartRegionalStrategy – Strategische Analyse heterogener Massendaten im urbanen Umfeld (YellowMap AG)

Gesundheit:

  • InnOPlan – Innovative, datengetriebene Effizienz OP-übergreifender Prozesslandschaften (Karl Storz GmbH & Co. KG)
  • KDI – Klinische Datenintelligenz (Siemens AG)
  • SAHRA – Smart Analysis – Health Research Access (AOK Nordost)

Die Projekte werden am 23. September 2014 auf der INFORMATIK 2014 in Stuttgart vorgestellt.

Erfreulich aus meiner Sicht ist, dass eine Reihe von Projekten Konsortialführer aus dem Südwesten haben … wir sind gespannt, welche Ergebnisse erzielt werden können.

Sie Sieger des Smart Data Wettbewerbs stehen fest
Sie Sieger des Smart Data Wettbewerbs stehen festForsvchu

Oliver Höß

CAR4KMU – IT-Integration in der Automobilindustrie

Das Projekt CAR4KMU hat die Zielstellung, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die im Automobil-Umfeld (z.B. als Lieferant oder Service-Dienstleister) tätig sind, durch die Nutzung von elektronischen Standards besser in die globalen Prozessketten der Automobilindustrie einzubinden.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei der auf europäischer Ebene entwickelte Standard auto-gration, an dem u.a. auch renommierte Organisationen / Unternehmen / Plattformen, wie z.B. ODETTE, Covisint und SupplyOn, beteiligt sind.

Das Projekt CAR4KMU wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der Förderinitiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“ gefördert. Neben dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) sind noch eine Reihe von weiteren Partnern aus dem Automotive-Umfeld beteiligt. Aktuell wird im Rahmen des Projekts eine Online-Umfrage zum aktuellen Status des Einsatzes von eStandards in der Branche durchgeführt und es besteht die Möglichkeit, sich ggf. als Anwendungspartner zu beteiligen.

CAR4KMU - Einsatz von Automotive-eStandards in KMU
CAR4KMU – Einsatz von Automotive-eStandards in KMU

Oliver Höß

Usability in Unternehmenssoftware – Eröffnungsverstanstaltung am Fraunhofer IAO in Stuttgart

Eine gute Benutzbarkeit (Usability) von Unternehmenssoftware ist eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz der Anwender und immer mehr ein wesentliches Entscheidungskriterium bei Software-Auswahlprojekten.

Aufgrund dieser hohen Bedeutung wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Projekt Usability Inside initiiert, das im Rahmen der Förderinitiative „Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand“ gefördert wird, die wiederum in den Förderschwerpunkt „Mittelstand-Digital – IKT-Anwendungen in der Wirtschaft“ eingebunden ist.

Im Rahmen dieses Projekts wird ein Kompetenzzentrum für Usability in Unternehmenssoftware eingerichtet, das kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Zukunft bei der Entwicklung, Optimierung und der Auswahl von Software unterstützt. Im Mittelpunkt steht dabei die Usability – also Aspekte, welche ihnen bzw. ihren Kunden die Bedienung ihrer Software erleichtern. Die Diskussionsplattform für Softwarehersteller und –anwender bietet Lösungsansätze und Arbeitshilfen aus der Praxis und Wissenschaft. Diese sind speziell auf KMU ausgerichtet, die weder Zeit noch Geld für große Investitionen in diesem Bereich haben.

Am 19.2.2014 findet am Fraunhofer IAO die Eröffnung des Kompetenzcenters statt. Weitere Details entnehmen Sie bitte der Anmeldeseite

Usability Inside Webseite
Usability Inside Webseite

Oliver Höß

Big Data / Smart Data – Innovative Projektideen gesucht

In den letzten Jahren hat das Volumen der gespeicherten bzw. verfügbaren Daten, z.B. aus eCommerce/eBusiness-Aktivitäten oder im Rahmen von Produktionsprozessen (Schlagwort Industrie 4.0), stark zugenommen. Dieser Trend wird aktuell oftmals unter dem Schlagwort „Big Data“ zusammengefasst.

Die Frage ist nun, wie aus diesem enormen Datenaufkommen ein Nutzen bzw. Mehrwerte generiert werden können, d.h. wie „Big Data“ zu „Smart Data“ gemacht werden kann.

Um Deutschland in dieser Fragestellung nach vorne zu bringen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Wettbewerb „Smart Data – Innovationen aus Daten“ gestartet, bei dem bis zum 15. April 2014 innovative Projektideen eingereicht werden können. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Wettbewerbs.

Der Wettbewerb ist eingebettet in übergeordnete Technologie- und Innovations-Strategien der Bundesregierung, wie z.B. die IKT-Strategie „Deutschland Digital 2015“  und die „Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung„. Auch der Trend zu „Open Data“ könnte in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen.

Smart Data Wettbewerb des BMWi
Smart Data Wettbewerb des BMWi

Oliver Höß