Smartfacts von MID – Ein cloud-basiertes, kollaboratives Modellrepository, z.B. für UML-, BPMN- und EPK-Modelle

Um ein einheitliches Verständnis von Prozessen, System- und Datenstrukturen in einem Projekt bzw. im Unternehmen zu erhalten, ist es von essenzieller Bedeutung, passende Modelle unter Mitwirkung aller Beteiligten zu erstellen und auch geeignet in der Organisation zu kommunizieren. Im Kontext der kollaborativen Erstellung von Prozessmodellen ist hier auch das aktuelle Themenfeld Social BPM zu nennen. Viele Werkzeuge haben hierzu bereits Funktionalitäten integriert (siehe auch eine aktuelle Studie des Fraunhofer IAO zum Thema Social BPM).

Oftmals, insbesondere auch in großeren Organisationen, ist es jedoch nicht möglich, sich auf eine einheitliche Modellierungssprache bzw. ein einheitliches Modellierungswerkzeug zu einigen. Oftmals ist es auch nicht sinnvoll, da z.B. fachliche Prozessmodellierer andere Werkzeuge und Modellierungssprachen als Systemarchitekten oder Datenbankexperten benötigen.

Zur Lösung dieser Problemstellung hat die deutsche Firma MID aus Nürnberg das cloud-basierte Werkzeug smartfacts entwickelt. Mit smartfacts können unterschiedliche Modelle, z.B. UML-Modelle aus Enterprise Architect oder dem MID Innovator, BPMN-Modelle aus dem MID Innovator oder EPK-Modelle aus ARIS importiert und über eine gemeinsame Webplattform zur Verfügung gestellt werden. Auch ein Import aus Microsoft Visio ist möglich.

Wenn die Modelle einmal in der Plattform sind, können diese gemeinsam durchsucht werden (sog. Model Warehouse) sowie auf verschiedenen Ebenen miteinander verlinkt und durch die Anwender kommentiert werden (gemäß dem Social-Gedanken). Auch ein Versionierungskonzept ist integriert.

Ein sehr interessantes Konzept, das mit einem der ersten Referenzkunden (BNP Paribas Real Estate) in der Kategorie Software-as-a-Service den 1. Platz beim Best in Cloud Award 2014 der Computerwoche erreichen konnte (siehe dazu auch dieses Video auf YouTube).

Das System kann unter www.smartfacts.com aktuell 60 Tage lang kostenlos in der Cloud als Basisvariante getestet werden. Es können auch sehr einfach Beispielmodelle importiert werden. Bei Bedarf bzw. bei größeren Unternehmenskunden kann das System auch als Private-Cloud bzw. zukünftig als On-Premise Lösung genutzt werden.

smartfacts - ein Modellrepository für UML, BPMN, EPK uvm.
smartfacts – ein Modellrepository für UML, BPMN, EPK uvm.

Oliver Höß

Insight 2014 – Model your World: Einsichten in die Themenfelder BPM, EAM, BI/DWH und Agile

Am 2. Dezember 2014 findet in der Messe Nürnberg wieder die diesjährige Insight 2014 unter dem Motto „Model your World“ statt.

Den Besucher erwarten wieder spannende Vorträge zu den Themenfeldern BPM, EAM, BI/DWH und Agile sowie eine begleitende Fachausstellung.

Als „nichtfachliches“ Schmankerl ist auch ein Vortrag von Thomas Huber (Huberbuam, Extremkletterer) geplant.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Veranstaltung

Insight 2014 in Nürnberg
Insight 2014 in Nürnberg

Oliver Höß

Social BPM – Prozesse kollaborativ gestalten – Studie des Fraunhofer IAO

Im BPM-Umfeld treten immer wieder typische Problemsituationen auf:

  • Prozesse wurden nicht unter Einbeziehung aller relevanten Personen definiert und daher nicht akzeptiert bzw. gelebt.
  • Prozesse sind zwar definiert, aber sie sind nicht allen relevanten Personen bekannt.
  • Prozesse sind statisch definiert und es kann kein strukturiertes Feedback zur Optimierung gegeben werden.
  • Tasks, die bei der Prozessausführung entstehen, sind nicht in das ggf. vorhandene Enterprise Social Network (ESN) eingebunden.
  • uvm …

Ein partieller Lösungsansatz für die o.g. Problemsituationen ist die Integration von Konzepten und Funktionalitäten des Social bzw. Collaborative BPM. Beispiele hierfür sind die kollaborative Prozessmodellierung, Feedback- und Bewertungsfunktionen, Prozessportale sowie die Integration mit Enterprise Social Networks.

Die aktuelle Schwerpunktstudie Social BPM des Fraunhofer IAO, die unter Mitwirkung des Labors für Unternehmenssoftware der HFT Stuttgart entstanden ist, beschäftigt sich tiefergehend mit diesem Themenkomplex. Es werden die Grundlagen des Social bzw. Collaborative BPM vermittelt und 10 BPM-Tools mit den in diesem Themenbereich relevanten Funktionalitäten vor- und gegenübergestellt.

Eine informative Besprechung der Studie ist auf dem sehr empfehlenswerten BPM-Spezialblog „Kurze Prozesse“ erschienen.

Die Studie kann über den IAO-Shop bezogen werden werden.

Weitere Informationen zum Themenfeld Geschäftsprozessmanagement am Fraunhofer IAO sowie weiteren Schwerpunktstudien zu den Themen Compliance und Monitoring sowie dem kostenlosen Marktüberblick BPM 2014 erhalten Sie auf den Webseiten des IAO.

Social BPM - Prozesse kollaborativ gestalten
Social BPM – Prozesse kollaborativ gestalten

Oliver Höß

BPM / Workflow aus der Cloud: Beispiele RunMyProcess und Effektif

Die Idee, modellierte Geschäftsprozesse auszuführen bzw. zur Steuerung von Abläufen in IT-Systemen zu verwenden, ist nicht ganz neu. Bereits 1995 hat die WfMC (Workflow Management Coalition) ihr Referenzmodell entwickelt, das aufgrund seiner Abstraktheit heute i.W. immer noch auf aktuelle Systeme passt.

Mit der verstärkten Bedeutung von Cloud-basierten Systemen ergibt sich nun auch die Möglichkeit der Verlagerung von BPM / Workflow-Systemen in die Cloud. Prozesse werden dann in der Cloud modelliert und auch dort ausgeführt. Elemente eines derartigen Systems sind typischerweise Prozessmodell-Editoren, webbasierte Formulare zur Eingabe von Daten, Konnektoren zu anderen Cloud-Systemen (z.B. Google-Cloud-Applikationen oder Speicherdienste) sowie Monitoring-Funktionalitäten.

Beispiele für derartige Cloud-basierte BPM / Workflow-Systeme sind RunMyProcess und Effektif.

Effektiv wurde unter Federführung des BPM-Experten Tom Baeyens in enger Kooperation mit dem Cloud-Modellierungsanbieter Signavio entwickelt und hat ein eher leichtgewichtiges Konzept. U.a. ist neben einer BPMN-Modellierung auch eine vereinfachte Modellierung möglich. Technologisch ist es eine reine Webanwendung.

RunMyProcess, ein ursprünglich französisches System, das von Fujitsu übernommen wurde, ist im Gegensatz dazu ein relativ umfangreiches Workflow-System mit einer Vielzahl von Konnektoren und Monitoring-Funktionalitäten. Auch hier wird BPMN als Modellierungsstandard verwendet. Technologisch wurde die Entwicklungsumgebung als Flash-Webanwendung realisiert.

Beide Werkzeuge bieten einen kostenlosen Test-Zugang … also einfach mal reinschauen …

Weitere Cloud-basierte BPM / Workflow-Tools können gerne im Kommentar-Bereich verlinkt werden …

In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf den kostenlosen Marktüberblick BPM-Tools 2014 des Fraunhofer IAO sowie auf die dazugehörigen Schwerpunktstudien Social BPM, Monitoring und Compliance hinweisen.

Cloud-basierte BPM / Workflow-Systeme: Effektif und RunMyProcess
Cloud-basierte BPM / Workflow-Systeme: Effektif und RunMyProcess

Oliver Höß

Marktstudie Business Process Management Tools 2014 jetzt verfügbar – Marktüberblick (kostenlos) sowie Schwerpunktstudien zu Social BPM, Compliance und Monitoring

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart ist schon seit vielen Jahren in Forschungs- und Beratungsprojekten im Themenfeld Geschäftsprozessmanagement (Business Process Management) tätig. Desweiteren werden regelmäßig Marktstudien zu diesem Themenfeld erstellt.

Ganz aktuell ist der Marktüberblick Business Process Management Tools 2014 (BPMT 2014) kostenlos zum Download verfügbar. Es werden 28 Produkte bzw. Anbieter dargestellt.

Zusätzlich sind noch 3 kostenpflichtige Schwerpunktstudien zu den Themen

  • Social BPM
  • Compliance in Geschäftsprozessen
  • Überwachung von Geschäftsprozessen

erhältlich. Die Studien können im IAO-Shop heruntergeladen bzw. bestellt werden.

Weitere Informationen zum Themenfeld Geschäftsprozessmanagement am Fraunhofer IAO erhalten Sie auf den Webseiten des IAO.

Marktüberblick BPMT 2014 und Schwerpunktstudien
Marktüberblick BPMT 2014 und Schwerpunktstudien

Oliver Höß

IT Summit 2015 in Nürnberg – Jetzt als Aussteller oder Sponsor bewerben

UPDATE: Die Veranstaltung wurde durch den eintägigen ASQF Digital Day am 17.11. ersetzt …

Am 17. und 18. November 2015 findet in Nürnberg in der Meistersingerhalle der IT Summit 2015 statt.

Die Veranstaltung ist wirtschaftsorientiert ausgerichtet und thematisch breit aufgestellt. U.a. sind folgende Themenbereiche vorgesehen:

  • Digital Transformation / Strategy
  • BPM / Case Management
  • Quality / Test
  • CRM / Data Management
  • Enterprise Architecture
  • Enterprise Cloud
  • Internet of Things
  • Industrie 4.0

Besonders interessant ist, dass auch ein Startup-Summit sowie ein Recruiting-Summit in die Veranstaltung integriert sind.

Für eine Beteiligung als Aussteller oder Sponsor besteht aktuell die Möglichkeit, sich frühzeitig zu involvieren.

Weitere Informationen zu den Themenfeldern sowie zu einer Beteiligung finden Sie unter http://global-it-summit.com/

Global IT-Summit 2015 in Nürnberg
IT-Summit 2015 in Nürnberg

Oliver Höß

BPM 2014 – 12th International Conference on Business Process Management in Eindhoven (statt Haifa)

Vom 7. bis 11. September 2014 findet in Eindhoven (Niederlande) die

12th International Conference on Business Process Management (BPM 2014)

statt. Die Konferenz war ursprünglich in Haifa (Israel) geplant, wurde aber aufgrund der politischen Situation kurzfristig nach Eindhoven verlegt und ist somit für den einen oder anderen besser zu erreichen.

Eine gute Gelegenheit, sich über aktuelle Forschungsthemen im Bereich Business Process Management zu informieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Veranstaltung.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf den aktuellen Marktüberblick BPM-Tools 2014 des Fraunhofer IAO hinweisen.

BPM 2014 in Eindhoven (statt Haifa)
BPM 2014 in Eindhoven (statt Haifa)

Oliver Höß

Business Process Management Tools 2014 – Aktueller Marktüberblick zu BPM- bzw. GPM-Tools des Fraunhofer IAO

Update: Auch die Schwerpunktstudien sind jetzt verfügbar: siehe folgender Beitrag

Ganz frisch erschienen ist der umfangreiche Marktüberblick des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) mit dem Titel

Business Process Management Tools 2014

Es wurden 28 Werkzeuge zur Unterstützung eines systematischen Business Process Managements (BPM) bzw. Geschäftsprozessmanagements (GPM) im deutschsprachigen Raum betrachtet.

Die Studie ist als PDF kostenlos unter folgender Adresse downloadbar: http://www.swm.iao.fraunhofer.de/bpmt2014

Der Marktüberblick bietet auf 272 Seiten Informationen zu den folgenden Themen:

  • Grundlegende Informationen zum Themenfeld Geschäftsprozessmanagement
  • Übersicht der Anbieter und Produkte
  • Funktionsumfang der Produkte
  • Demo-Versionen und Einstiegspakete
  • Weitere Produkte und Dienstleistungen der Anbieter

Neben dem Marktüberblick sind weitere, tiefergehende Studien zu den Themen Social BPM, Compliance und Monitoring von Geschäftsprozessen in nächster Zeit geplant.

Business Process Management Tools 2014 - Marktüberblick des Fraunhofer IAO
Business Process Management Tools 2014 – Marktüberblick des Fraunhofer IAO

Oliver Höß

CMMN V1.0 (Case Management Model and Notation) – Ein neuer Standard der OMG für das Case Management

Für die Modellierung von Geschäftsprozessen, d.h. klar definierte und wiederholbare Folgen von Aktiväten in Unternehmen, hat sich der Standard BPMN (Business Process Model and Notation) der OMG in den letzten Jahren immer weiter verbreitet.

In manchen Fällen ist der oben beschriebene Prozess-Gedanke jedoch nicht so richtig geeignet. Beispielsweise bei komplexen und wissensintensiven Tätigkeiten bzw. Fällen (Cases), bei denen ein hochqualifizierter Wissensarbeiter (Case Worker) aufgrund von eintretenden Ereignissen sowie dem Zustand des zugrunde liegenden Falles / Objekts Tätigkeiten durchführt, deren Reihenfolge jedoch im Vorfeld nicht eindeutig definiert werden kann, da die Reihenfolge von komplexen Bedingungen abhängt. Beispiele hierfür sind die die Behandlung eines Patienten oder Bearbeitung eines komplexen Projekts, insbesondere in den frühen kreativen Phasen.

Wird in diesen Fällen versucht, eine fixe Reihenfolge in die Aktivitäten zu bringen, werden oftmals falsche oder wenig sinnvolle Modelle erstellt.

Für diese Anwendungsfelder hat die OMG seit Mai 2014 den Standard CMMN V1.0 (Case Management Model and Notation) veröffentlicht, der genau für derartige Szenarios gedacht ist. CMMN definiert ein Meta-Modell sowie eine Notation für die Modellierung von oben beschriebenen Case-Management-Szenarios.

Man könnte natürlich diskutieren, ob es nicht auch sinnvoll gewesen wäre, BPMN um entsprechende Modellelemente zu erweitern (ggf. auch als eigenen Diagrammtyp). Im Internet gibt es dazu eine Reihe von Diskussionen, z.B. hier.

Insgesamt wird es spannend, wie die Tool-Hersteller, die Anwenderunternehmen sowie die wissenschaftliche Welt den Standard aufnehmen. Die Liste der initialen Einreicher des Standards ist mit IBM, SAP, Oracle, Cordys und einigen mehr schon einmal recht vielversprechend.

Meinungen oder Links auf entsprechende Tools sind gerne gesehen …

UPDATE: Inzwischen gibt es die Version CMMN 1.1 ….

UPDATE: Camunda ist ein professionelles Open Source BPM Tool, das jeweils die aktuellen Versionen von BPMN, DMN und CMMN unterstützt. 

CMMN (Case Management Model and Notation) Spezifikation V1.0
CMMN (Case Management Model and Notation) Spezifikation V1.0

 

CMMN: Claims Management Beispiel aus der Spezifikation
CMMN: Claims Management Beispiel aus der Spezifikation

Oliver Höß

P.S.: Hier gibt es eine Online-Lerneinheit zum Thema CMMN

ObjektForum Stuttgart: Interessanter Vortrag zum Thema BPM / Workflowautomatisierung am 2.6.

Am Montag, den 2. Juni 2014 findet im Rahmen des ObjektForums Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Java User Group Stuttgart e.V. (JUGS) ein interessanter Vortrag zum Thema BPM / Workflowautomatisierung mit Java in der Alten Scheuer in Degerloch statt.

Unter dem Titel Ein kompletter Bestellprozess mit Mule und camunda in 24 Stunden stellen Herr Bernd Rücker (camunda services GmbH) und Hr. Dr. Roger Butenuth (codecentric AG) vor, wie man effizient Prozesse im Java-Umfeld zur Ausführung bringen kann.

Besonders erfreulich ist, dass einer der Referenten (Hr. Rücker) ein Absolvent des Master-Studiengangs Software Technology der HFT Stuttgart (Jahrgang 2006) ist und inzwischen ein erfolgreicher Unternehmer geworden ist.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Veranstaltung

ObjektForum Stuttgart: Ein kompletter Bestellprozess mit Mule und camunda in 24 Stunden
ObjektForum Stuttgart: Ein kompletter Bestellprozess mit Mule und camunda in 24 Stunden

Oliver Höß